München 28. September 2015

Hauptprogramm 10.00 - 16.30 Uhr 

11.00 - 12.30 Uhr | Kuppelsaal

Minister Müller mit Gästen der Politikarena

Foto: Andreas Grasser
 
 

Ende September wird die Staatengemeinschaft beim Gipfel der Vereinten Nationen die neuen globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung beschließen. Am Tag darauf kommt die ZukunftsTour nach München. Wir möchten mit Ihnen gemeinsam diskutieren zur "Zukunftscharta - Eine Welt. Unsere Verantwortung". Denn wir alle sind Teil der EINENWELT. Und wir alle tragen für sie Verantwortung.

Grußwort und Rede

  • Dr. Beate Merk, Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen
    in der Bayerischen Staatskanzlei
  • Dr. Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister

Gespräch zu globalen Herausforderungen mit

  • Horst Seehofer, Ministerpräsident des Freistaates Bayern
  • Dr. Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister
  • Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Deutsches Museum
  • Christine Neubauer, Schauspielerin, Unterstützerin der Kinderhilfswerke Save the Children und Plan International

15.00 - 16.15 Uhr | Kuppelsaal

Diskussionsrunde: Die neuen Entwicklungsziele – Was können wir in Bayern dafür tun?

  • Dr. Beate Merk, Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen
  • Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
  • Dr. Alexander Fonari, Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.
  • Wolfgang Groß, humedica e.V., Kaufbeuren
  • Susanne Horn, Neumarkter Lammsbräu

Moderation: Ursula Heller, Journalistin, Bayerisches Fernsehen

Zum Programmflyer

Engagierte Vereine und Initiativen vermitteln in Workshops globale Themen wie Klimaschutz, fairen Handel und Konsum, nachhaltigen Entwicklungszielen. Hier die Kurzvorträge und Workshops in der Übersicht:

VS / S 101.1

13.15 Uhr Nachhaltiges Ressourcenmanagement am Beispiel des bayerischen
                  (fränkischen) Weinbaus.
Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.

Dr. Hermann Kolesch, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)


13.40 Uhr  Einkauf 2.0 – ökologisch, fair, regional. Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.

Kommunen sind Sachaufwandsträger von Schulen und haben daher Verantwortung u.a. für den Einkauf von Bällen an Schulen. Aber auch Sportvereine können sich für Fairen Handel engagieren, darauf achten, dass die Produzentinnen fair bezahlt werden und insbesondere keine Bälle aus ausbeuterischer Kinderarbeit verwendet werden. Fair gehandelte Bälle sind vor allem am Fairtrade-Siegel zu erkennen - viele namhafte Hersteller führen fair gehandelte Bälle im Sortiment. Gut sortierte Fachhändler und die üblichen Sportausrüster für Schulen und Vereine führen faire Bälle im Sortiment. Ab 30 Stück können die Bälle mit einem eigenen Design (Schule, Verein, Stadt) hergestellt und hervorragend für Eigenwerbung oder identitätsstiftende Aktionen verwendet werden. Die bayerischen Eine Welt-Regionalpromotorinnen Kirstin Wolf und Frank Braun präsentieren verschiedene fair gehandelte Bälle von Kommunen, Schulen und Vereinen in Bayern. Zur Nachahmung empfohlen! 

14.05 Uhr  Faire Bälle für Bayerns Schulen und Vereine. Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.

Staatliche Stellen / Institutionen sind wichtige Verbraucher. Jahr für Jahr erteilen Bund, Länder und Kommunen in Deutschland Aufträge für mehr als 400 Milliarden Euro. Bei der Auswahl der Produkte geht es in der Praxis vor allem um die Funktionalität und den Preis – Nachhaltigkeitsaspekte spielen oft nur eine untergeordnete Rolle. Stehen öffentliche Institutionen aber nicht in der Pflicht, öffentliche Gelder verantwortungsbewusst auszugeben? Sollten sie ihre gewichtige Marktstellung nicht zu einer Umorientierung von Konsummustern nutzen und mit starker öffentlicher Nachfrage nach Produkten mit garantierten ökologischen und sozialen Standards Handel und Industrie Anreize bieten, ihre Angebote nachhaltig zu gestalten? Die bayerischen Eine Welt-Regionalpromotorinnen Marina Malter und Frank Braun präsentieren gute Beispiele aus der Praxis bei der Integration sozialer und ökologischer Kriterien in der öffentlichen Beschaffung – u.a. den nachhaltigen „Beschaffungskoffer“ aus Neumarkt in der Oberpfalz.

 

14.30 Uhr  Schule in Uganda - Anspruch und Wirklichkeit. Hand in Hand für Uganda e.V.

 

WS1 / S 101

13.15 Uhr Aktion mit gebrauchter Kleidung. Aktion Hoffnung – Hilfe für die Mission GmbH

Die Aktion Hoffnung ist seit vielen Jahren im Kontext Fairer Handel sowie im Verkauf von gebrauchter Kleidung engagiert. In diesem Workshop wird zum nachhaltigen Umgang mit Textilien ermutigt und es werden Aktionsideen ausprobiert.

14.05 Uhr Da war’n sie noch dahaom. Woher und warum kommen die Flüchtlinge zu uns?
                   Misereor Arbeitsstelle Bayern

 

WS2 / Prinz-Carl-Palais Lehrgangsraum

13.15 Uhr  und  14.05 Uhr Was hat mein Handy mit dem Kongo zu tun?
                                                Eine Welt-Station Nürnberg, Mission EineWelt

Das Handy oder Smartphone ist eines der beliebtesten Konsumprodukte und Kommunikationsmittel unserer Zeit. Die Problematik der globalen Wertschöpfungsketten vom Rohstoffabbau bis zur Entsorgung lässt sich daran sehr gut aufzeigen. Die Teilnehmenden können sich an verschiedenen Stationen in kleinen Gruppen und mit Filmimpulsen mit den komplexen Fragestellungen auseinandersetzen und auf Spurensuche gehen im Hinblick auf Rohstoffherkunft und Bedingungen beim Abbau, Bürgerkrieg im Kongo, Produktionsbedingungen in Asien, Werbestrategien und Konsumverhalten sowie Recycling und Entsorgung von Elektroschrott. Die Bedeutung von sozialer Unternehmensverantwortung und politischer Rahmensetzung wird angesprochen. Ebenso wird diskutiert, inwiefern das Fairphone wirklich fair ist und was Unternehmen, Verbraucherinnen und Politik tun können, um soziale und ökologische Standards weltweit zu fördern.

 

WS3 / Prinz-Carl-Palais Kaminzimmer

13.15 Uhr Freiwilligendienste ,weltwärts & Co‘ im globalen Süden – 
                  bezahlter Abenteuerurlaub oder sinnvoller Lerndienst?
                 
Eine Welt-Station Nürnberg, Mission EineWelt

14.05 Uhr Wasser, nach dem kein Hahn kräht. Aktion PiT – Togohilfe e.V.

 

WS4 / Prinz-Carl-Palais Atrium

13.45 - 14.30 Uhr Erarbeitung Bayerischer SDGs (Sustainable Development Goals).
                                Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.

Nicht nur die internationale Staatengemeinschaft ist verantwortlich für die Erreichung globaler Nachhaltigkeitsziele u.a. zur Verringerung von Hunger und Armut, zur Bekämpfung von Fluchtursachen und der Folgen des Klimawandels oder zur Beseitigung von struktureller Ungerechtigkeiten. U.a. auch die Bundesländer, Behörden, Kommunen, Unternehmen, Schulen und Vereine sowie die Bürgerinnen und Bürger können hierzu einen Beitrag leisten. Der Workshop greift die im April 2015 von bayerischen Eine Welt-Gruppen initiierte Diskussion zur Formulierung „Bayerischer Sustainable Development Goals“ (SDGs) auf und erweitert die bisherigen Gedanken um aktuelle Themen / Fragestellungen. Anschließend werden die „Bayerischen SDGs“ dann offiziell an die zuständige Staatsministerin bzw. „bayerische Eine Welt-Ministerin“ Dr. Beate Merk übergeben.  

In der Zukunftswerkstatt präsentieren Vereine und Initiativen ihre Ideen für eine nachhaltige und gerechte Welt. Interaktive Formate geben Denkanstöße die eigene Verantwortung für die Eine Welt zu hinterfragen. Die Stationen im Überblick:

L1 Engagiert und fair kicken. Eine Welt Netzwerk Bayern e. V.

An dieser Station sind faire Fußbälle das Thema, die auch an einer Torwand getestet werden können.

L2 Armut ist sexistisch. ONE Deutschland

An dieser Lernstation wird die Stärkung von Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern thematisiert und Unterschriften sammeln. Zudem machen wir eine Fotoaktion, wobei man ein #Strengthie machen kann, zeigen verschiedene Videos und veranstalten ein Quiz.

L3 RundumFAIR. Parcours zum Fairen Handel. Eine Welt Laden Neumarkt e. V.

Der Rundum Fair Parcours vermittelt Wissen zu Produkten wie Kaffee, Kakao, Fußball-, Spielwaren- und Textilproduktion. Beim Stationenlernen sind an verschiedenen Positionen im Raum Arbeitsaufträge unterschiedlicher Art für die Teilnehmer ausgelegt, die nacheinander bearbeitet werden sollen. In der selbstständigen Auseinandersetzung mit den Inhalten werden Kopf, Herz und Hand angesprochen. Einsichten in die globalen Zusammenhänge und die Bereitschaft zur Veränderung des eigenen Handelns kann ein verantwortliches Konsumverhalten anbahnen.

L4 Unsichtbares Wasser. Indienhilfe e. V. Herrsching

Während der durchschnittliche Wasserverbrauch für unser tägliches Wasser über die Jahre von 144 Liter auf jetzt 121 Liter in Deutschland pro Person und Tag zurück ging, verbrauchen wir 4000 – 5000 Liter täglich an sogenannten unsichtbarem oder virtuellem Wasser. Das ist Wasser, das bei der Produktion von Lebensmitteln und allen Dingen anfällt. Ein Kilogramm Rindfleisch hat im Mittel 15.000 Liter Wasser verbraucht, wenn es bei uns auf den Teller kommt. Ein Kilogramm Karotten dagegen verbraucht gerade mal 130 Liter. Bei der Lernstation der Indienhilfe e.V. mit der Eine Welt-Station gibt es Informationen und ein spannendes interaktives Bildkarten-Quiz. Neben Lebensmitteln werden auch Zahlen zu Textilien, Handys usw. aufgezeigt. Mittels eines kurzen Arbeitsblattes können die Besucherinnen ihren persönlichen Wasserverbrauch in Kategorien von Super-Wassersparer bis zu Wasserverschwender ermitteln.

L5 Entwicklungszusammenarbeit erleben und mitgestalten. Hanns-Seidel-Stiftung e. V.

Auslandsmitarbeiter und auch eine ausländische Stipendiaten berichten von Ihren Erfahrungen im In- und Ausland und die Rolle, die die Entwicklungszusammenarbeit für sie bzw. ihr Land spielt. Dabei können die Interessierten auch erfahren, wie sie sich selber beteiligen können, z.B. über Praktika im Ausland oder durch ein Stipendium der Stiftung politische Bewusstseinsbildung erfahren. Die Besucherinnen können zu globalen Herausforderungen und Fragen abstimmen und zu Ursachen und Lösungswege diskutieren.

L6 ÜberLebensKunst in Zeiten der Globalisierung. Katholische Arbeitnehmer-Bewegung e. V.

Nicht nur die Politik entscheidet, wie die Welt von morgen aussehen wird. Auch wir sind gefragt. Denn: Mit unserem Lebensstil und unserer Lebensform in den reichen Nationen halten wir an einem falschen Wohlstands- und Wachstumsmodell fest. Schon längst führt die materialistische Lebensweise des "Mehr-Haben-Wollens" aber nicht mehr zu einem guten und glücklicheren Leben. Mitten im Wohlstand wachsen Verzweiflung, Resignation und Stress. Viele haben Angst, nicht mehr mithalten zu können und ausgeschlossen zu werden. Mehr und mehr Menschen stellen sich deshalb die grundsätzliche Frage nach dem Sinn des Lebens, nach einem gelingenden und guten Leben für alle. Wir müssen unseren Lebensstil wirksam mit anderen verändern. Kaufen Sie fair gehandelte Produkte! Ein nachhaltiger Lebensstil bedeutet ein Mehr an Wohlbefinden, Zufriedenheit und Lebensqualität. Schließen Sie sich Gruppen an, die diese Veränderungen schon voran bringen! Wir helfen auch beim Aufbau einer Gruppe für Fairen Handel, Repair Café, Gemeinschaftsgärten …

L7 Medizinische Hilfe in Katastrophenszenarien. humedica e. V.

Eine erfahrene Einsatzkraft stellt Werkzeuge und Knowhow vor, die für den Katastropheneinsatz wichtig sind.

L8 Textilproduktion hautnah.
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Die Modedesignerin Esther Perbandt hat in Bangladesch Fabriken besucht und genau hingeschaut. Was sie erlebt hat und wie die Näherinnen und Näher in Bangladesch leben und arbeiten, sehen Sie in dem Film zur „Textilbox“.

In der Zukunftswerkstatt präsentieren Vereine und Initiativen Informationen für eine nachhaltige und gerechte Welt. Die Stationen im Überblick:

Info 1 Infostand Zukunftscharta.
            Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Info 2 Mission EineWelt

Info 3 Misereor Arbeitsstelle Bayern

Info 4 Katholischer Deutscher Frauenbund

Info 5 Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH,
            Landesbüro Bayern, Feldafing

Info 6 Der Regionallotse - das öko-fair-regionale Franken entdecken. Bluepingu e.V.

Info 7 Jugendarbeit in Bayern. BAYERISCHER JUGENDRING K.d.ö.R.

Info 8 Mobile Beratung für Kommunen, Bürgerinnen und Bürger informiert zur finanziellen Förderung
            entwicklungspolitischen Engagements. Engagement Global gGbmH

In der Zukunftswerkstatt präsentieren Vereine und Initiativen Ausstellungen rund um entwicklungspolitische Themen. Die Ausstellungen im Überblick:

A1 Ist Bayern ein Entwicklungsland? Eine Welt Netzwerk Bayern e. V.

A2 Fairer Handel in Bayern. Eine Welt Netzwerk Bayern e. V.

A3 Bayern gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Eine Welt Netzwerk Bayern e. V.

A4 München – Partner weltweit.
      Landeshauptstadt München, Stelle für internationale Angelegenheiten

A5 Ausstellung Flucht weltweit. Perspektive durch Entwicklung.
      Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

A6 Ausstellung Deutsches Museum.

Rahmenprogramm

Die Stadtführung ist bereits ausgebucht! Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

13.00 - 14.50 Uhr | Treffpunkt Eingang Bayerische Staatskanzlei

Mein T-Shirt kommt aus Pakistan und ist billiger als eine Fahrkarte in die nächste Stadt? Was hat mein Steak mit der Rodung des Regenwalds zu tun? Warum schmeckt fair gehandelte Schokolade einfach besser? Finde es heraus und hinterfrage dein Konsumverhalten!

WELTbewusst zeigt dir deine Stadt mal von einer anderen Seite! Nachhaltiger Konsum ist keine große Sache wenn man auf langlebige Produkte und Kleidertauschpartys neugierig ist. Themen bei unserem Stadtrundgang sind z. B. Schokolade oder Fleisch aber auch Branchen wie die Banken-, Handy- oder Textilindustrie.

Wir freuen uns auf euch!

Dein WELTbewusst-Team der Jugendorganisation Bund Naturschutz

 

Dienstag, 29.9.2015 um 19 Uhr |Impact HUB München

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung findet einen Tag nach der Hauptveranstaltung der ZukunftsTour statt!

Natur, Mensch und neue Medien

Natur, Mensch und neue Medien: das Auftauchen der neuen Medien hat die Karten neu gemischt. Fast spielerisch erkundet der Mensch seine Beziehungen zur Natur neu. Im Gegenzug gewährt die Natur mit Hilfe neuer Medien und Technologien neuartige und besondere Einblicke in ihre Einzigartigkeit. Statt die These der Unvereinbarkeit von Natur und Technik aufrechtzuerhalten, suchen wir auf der Socialbar nach Wegen, wie diese neue Gemeinsamkeit zur Zukunftsfähigkeit unserer Welt beitragen kann. Der Abend bietet Inspiration, gute Gespräche und spannende Kontakte für alle, die in ihrer Arbeit, ihrem Engagement, oder aus reinem Interesse fragen, wie Natur und Technik neue Allianzen eingehen können.

Mehr Infos und Anmeldung: Socialbar-Website / Die Veranstaltung bei Facebook.

 

Anfahrt

Bayerische Staatskanzlei
Franz-Josef-Strauß-Ring 1
80539 München

ÖPNV

Bus 100 bis Haltestelle Königinstraße

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